Passend oder gemischt? So gelingt die Kombination verschiedener Stühle am Tisch
Unterschiedliche Stühle rund um einen Esstisch – das ist einer jener Einrichtungstrends, der die Gemüter spaltet. Für die einen ist es das Zeichen einer lebendigen, persönlichen Einrichtung, die sich von den Konventionen aufeinander abgestimmter Möbel befreit hat. Für die anderen birgt es die Gefahr eines unordentlichen, schwer zu bändigenden Ergebnisses. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen – und hängt von ein paar einfachen Regeln ab.
So gehen Sie das Mix & Match methodisch an, ohne die optische Kohärenz Ihres Esszimmers zu opfern.
Warum das Mischen von Stühlen funktioniert (wenn es richtig gemacht wird)
Ein perfekt aufeinander abgestimmtes Ensemble kann einen Katalog-Eindruck vermitteln. Alles wirkt zu ordentlich, zu vorhersehbar. Unpassende Stühle hingegen erzählen eine Geschichte – von einer im Laufe der Zeit zusammengetragenen Sammlung, von ausgeprägtem Geschmack, von einer gewissen Freiheit in der Art, wie man sein Zuhause gestaltet.
Es ist keine Frage des Budgets oder von Kompromissen. Es ist eine echte ästhetische Entscheidung, vorausgesetzt, man versteht, was Harmonie schafft und was Unordnung verursacht. Der Unterschied liegt oft in einem einzigen roten Faden: einer gemeinsamen Essenz, einer stimmigen Farbpalette oder einer gemeinsamen Design-Epoche.
Der rote Faden: den Ankerpunkt wählen
Bevor man verschiedene Stile mischt, muss man entscheiden, was unverändert bleibt. Dieser gemeinsame Ankerpunkt verhindert, dass das Ergebnis in alle Richtungen auseinanderläuft.
Drei Ansätze, die funktionieren:
- Das Wesentliche als verbindendes Element: Alle Stühle sind aus Teakholz, doch ihre Formen variieren – Korbgeflecht, Samt, unbehandeltes Holz. Das Material vereint, die Details unterscheiden.
- Die Farbpalette: Stühle mit unterschiedlichen Oberflächen, aber alle in neutralen Farbtönen – Natur, Nussbaum, Schwarz. Die Farbe schafft den Gesamteindruck.
- Die Struktur als Grundlage: gleiche Beine, gleiche Grundform, aber unterschiedliche Sitzflächen und Rückenlehnen. Das Auge nimmt die Kohärenz der Silhouette wahr, bevor es die Details wahrnimmt.
Mix & Match scheitert, wenn keiner dieser Fäden beibehalten wird – wenn Holzarten, Farben und Formen sich alle gleichzeitig ändern.
Materialien mischen: die Kunst des kontrollierten Kontrasts
Massivholz eignet sich hervorragend für Kombinationen, gerade weil es eine materielle Kontinuität bietet, auch wenn die Oberflächen variieren. Naturteak und geschwärztes Teak, rohes Mindi und Mindi in Nussbaumoptik – das sind subtile Kontraste, niemals Brüche.
Einige Kombinationen, die besonders gut funktionieren:
Teak und Korbgeflecht. Das Korbgeflecht verleiht der dichten Struktur des Teakholzes Leichtigkeit und Textur. Unsere Stühle aus massivem Teakholz und Korbgeflecht lassen sich ganz natürlich mit unserem Stuhl aus naturbelassenem massivem Teakholz kombinieren – gleiche Holzart, zwei unterschiedliche Verarbeitungen der Rückenlehne, die aufeinander eingehen, ohne sich zu wiederholen.
Teak und Samt. Die Weichheit von Cord im Kontrast zur Dichte von unbehandeltem Teakholz: Ein Texturkontrast, der einem Tisch sofort Wärme verleiht. Unsere Stühle aus massivem Teakholz mit khakifarbenem Cordsitz lassen sich mit Stühlen aus unbehandeltem Holz kombinieren, um diesen Effekt zu erzielen, ohne dass das Ensemble zusammengewürfelt wirkt.
Rattan und Metall. Für ein zeitgemäßeres Interieur sorgen unsere Stühle aus Rattan mit Metallbeinen für eine willkommene optische Leichtigkeit, besonders wenn der Tisch massiv ist. Das geschwärzte Metall der Beine passt zu einem Stuhl aus schwarzem Massivteakholz, um die dunkle Farbpalette ohne Einheitslook zu erhalten.